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Dollar befreit sich

Die Wirtschaft der Eurozone zeigt eine überraschende Widerstandsfähigkeit, doch das hat dem EUR/USD nicht geholfen. Investoren konzentrieren sich auf Donald Trumps Wahl eines neuen Fed-Vorsitzenden sowie auf die Reaktion der EZB auf die jüngste Euro-Stärke. Im Hintergrund steht eine Schwäche des Dollars, die eher durch die Präferenzen des Weißen Hauses als durch makroökonomische Daten verursacht wird.

Im vierten Quartal wuchs das BIP der Eurozone um 0,3 % und übertraf damit die Konsensprognosen von Bloomberg. Drei der vier größten Volkswirtschaften der Eurozone – Deutschland, Italien und Spanien – lagen über den Erwartungen, wobei Spanien seine Rolle als Wachstumsmotor mit einem Wachstum von 0,8 % bestätigte.

Europäische Wirtschaftsdynamik

Dollar befreit sich

Die positiven BIP-Daten untermauern die Argumentation, den Einlagensatz auf der Sitzung des Rats im Februar bei 2% zu belassen. Die Märkte sind eher daran interessiert, ob die EZB Unbehagen über die jüngste Rallye des EUR/USD äußern wird. Theoretisch kann ein stärkerer Euro die Inflation in Schach halten, was die Grundlage für eine Lockerung der Geldpolitik schaffen könnte – etwas, das niemand erwartet. Im Gegenteil: Der Anteil der von Bloomberg verfolgten Analysten, die Zinserhöhungen in den Jahren 2026–2027 erwarten, ist von 25% auf 33% gestiegen.

Die Befragten nennen die Politik des Weißen Hauses in den USA und die Geopolitik als die Hauptgefahren für die Wirtschaft der Eurozone. Die Bedenken hinsichtlich Letzterem haben zugenommen, angesichts von Donald Trumps Absichten für den Kauf Grönlands, den damit verbundenen Zollandrohungen und seinem späteren Rückzug.

Hauptrisiken für die Wirtschaft der Eurozone

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Währenddessen, so ein Insider der US-Administration, ist der Chef des Weißen Hauses bereit, Kevin Warsh als Vorsitzenden der Federal Reserve zu ernennen. Investoren betrachten diese Wahl als möglicherweise positiv für den Dollar. In der Vergangenheit unterstützte Warsh die Reduzierung der Bilanz und trat während seiner Zeit im FOMC als "Falken" auf. Um jedoch Donald Trump zu gefallen, müsste sich seine Haltung grundlegend ändern. Bemerkenswerterweise kritisierte der Spitzenkandidat kürzlich die Fed dafür, die Zinssätze zu langsam gesenkt zu haben.

Der Präsident selbst war unzufrieden mit der Entscheidung der Fed, die Zinssätze bei der Sitzung im Januar unverändert zu lassen. Er argumentierte, dass angesichts der großen Geldzuflüsse in die Vereinigten Staaten infolge von Zöllen die Zinssätze niedriger sein sollten als anderswo — um 2 bis 3 Prozentpunkte vom aktuellen Stand von 3,75%.

Dollar befreit sich

Die Märkte reagierten auf Trumps Rede deutlich gelassener als auf seine früheren Äußerungen, die einen schwächeren Dollar befürworteten. Die Präferenzen des Weißen Hauses in diesen Fragen sind wohlbekannt. Die Frage ist, ob er sie umsetzen kann, was mindestens eine radikale Umgestaltung des Federal Open Market Committee erfordern würde.

Technisches Bild

EUR/USD

Auf dem Tageschart haben die Bären versucht, ein Inside-Bar-Szenario auszuspielen. Der erste Angriff auf die untere Grenze bei 1,1905 ist gescheitert. Ein erfolgreicher erneuter Angriff könnte jedoch die Tür zu weiteren Verkäufen öffnen. Es wäre sinnvoll, nur über 1,2000 wieder zu kaufen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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