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FX.co ★ Hat Bitcoin Fuß gefasst?

Hat Bitcoin Fuß gefasst?

Um die Zukunft vorherzusagen, muss man in die Vergangenheit blicken. Im Jahr 2018 brach Bitcoin nach dem Platzen der Krypto-Blase um 80 % von seinem Höchststand ein. 2022 geriet es unter Druck durch die Abstürze von TerraUSD/Luna und den Zusammenbruch der FTX-Börse. In den Jahren 2025–2026 hingegen gab es keine einzelnen, klar erkennbaren Auslöser. Fragt man fünf verschiedene Experten, erhält man fünf unterschiedliche Erklärungen für den Absturz von BTC/USD – und jede davon könnte sich als falsch erweisen. Gibt es also überhaupt eine sinnvolle Erklärung dafür, wohin sich die digitale Anlage als Nächstes entwickelt?

Im Laufe der Jahre haben Anleger versucht, Bitcoin mit anderen Anlageklassen zu vergleichen, um mithilfe der Fundamentalanalyse Prognosen zu erstellen. Die Kryptowährung wurde oft als „digitales Gold“ bezeichnet – wegen ihrer vermeintlichen Funktion als Inflationsschutz, ihres begrenzten Angebots und ihrer Nützlichkeit als Dolleralternative. Doch die Markterschütterungen des Jahres 2026 verschonten BTC/USD nicht: Das Paar ist seit seinem Rekordhoch im Oktober um rund 50 % gefallen. Ereignisse in Venezuela, Iran und Grönland konnten nicht verhindern, dass der Kryptomarkt rund 2 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung verlor.

Bitcoin im Vergleich zu Tech-Aktien und Gold

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Gold, Silber und andere Edelmetalle überstrahlten Bitcoin, was eine Kapitalrotation aus BTC auslöste und den Kurs belastete. Doch der Einbruch bei den Konkurrenten reichte nicht aus, um Bitcoin einen Rettungsanker zu verschaffen. Die aktuelle Kursentwicklung ähnelt eher der von Softwareunternehmen – jenen Aktien, die am stärksten unter der Sorge leiden, dass KI ihre Geschäftsmodelle verdrängen könnte. Eine kräftige Rally der Tech-Werte am 6. Februar, die schnellste seit Mai, erfasste auch die Digital-Asset-Klasse und half Bitcoin, wieder etwas Boden gutzumachen.

Der Druck auf Bitcoin von Oktober bis Februar hat seine relative Volatilität verringert. Noch vor Kurzem galt Krypto als die riskanteste aller Risikoanlagen und wurde vor allem deshalb gekauft, weil die Kurse stiegen. Die Volatilität war extrem, und der Rückgang der Kursschwankungen zog Kapital aus dem Markt ab. In diesem Sinne ist der sprunghafte Anstieg des Volatilitätsmaßes von 57 % auf 97 % in den ersten Februartagen ein positives Signal für BTC/USD: Er fiel mit täglichen Zuflüssen in Spot-Bitcoin-ETFs in Höhe von 221 Millionen US-Dollar gegen Ende der Woche zusammen.

Volatilitätssprung könnte liquiditätsgetrieben sein

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Der Volatilitätssprung könnte jedoch eine prosaische Ursache haben: Die Markttiefe am Kryptomarkt ist eingebrochen, wodurch seine Fähigkeit, große Transaktionen aufzunehmen, abgenommen hat. Das dürfte einen Liquiditätsengpass widerspiegeln. In dieser Hinsicht könnte die Absicht des designierten Fed-Chefs Kevin Warsh, die Bilanz der Fed zu verkleinern, BTC/USD einen schweren Schlag versetzen.

Hat Bitcoin Fuß gefasst?

Derzeit versucht Bitcoin, einen Boden auszuloten und einzuordnen, was gerade passiert.

Aus technischer Sicht zeigt der tägliche BTC/USD-Chart eine Konsolidierung nach einem längeren Rückgang. Die Abwärtsziele bei 70.000 und 60.000 US-Dollar wurden erreicht. Es ergibt nun Sinn, limitierte Verkaufsorders bei 67.200 US-Dollar und Kauforders bei 72.200 US-Dollar zu platzieren.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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