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FX.co ★ Gold bleibt um 5000 US-Dollar

Gold bleibt um 5000 US-Dollar

Gestern fiel der Goldpreis nach zwei Tagen mit Kursgewinnen, da Anleger in einem volatilen Markt Gewinne mitnahmen, der nach einem historischen Einbruch noch immer versucht, eine klare Richtung zu finden. Auch Silber gab nach.

Gold bleibt um 5000 US-Dollar

Der Spotgoldpreis ist zunächst um 1,4 % gefallen, hat anschließend einen Teil der Verluste wieder wettgemacht und wird nun knapp über 5.000 US‑Dollar je Unze gehandelt. Händler warten auf die in dieser Woche anstehenden US‑Konjunkturdaten, um Hinweise auf den weiteren Kurs der Geldpolitik der Federal Reserve zu erhalten. Obwohl der Goldpreis seit seinem historischen Höchststand am 29. Januar um rund 10 % nachgegeben hat, liegt er im laufenden Jahr weiterhin deutlich im Plus.

Ein zentraler Einflussfaktor für Gold bleiben die weltweiten geopolitischen Spannungen sowie die Neuausrichtung vieler Länder hin zu sicheren Häfen und weg von US‑Staatsanleihen. In Zeiten der Unsicherheit diversifizieren Anleger ihre Portfolios weiterhin, indem sie Edelmetalle beimischen. Langfristig bleibt der Ausblick positiv. Das Wachstum des globalen BIP und ein Angebotsengpass am Edelmetallmarkt stützen den Aufwärtstrend. Anleger, die sich auf ETF‑Fonds konzentrieren, verzeichnen Rekordzuflüsse in goldgedeckte Anlagen.

Der jüngste Rückgang beim Goldpreis deutet eher auf Gewinnmitnahmen und Positionsreduzierungen hin als auf eine Wiederaufnahme der Verkaufswelle nach dem kräftigen Abverkauf Ende Januar. Gold muss sich trotz des jüngsten Rückgangs über der Marke von 5.000 US‑Dollar je Unze behaupten. Die Marke von 5.000 US‑Dollar ist ein psychologischer Schwellenwert, der sich zu einem wichtigen technischen Widerstand für Verkäufer entwickeln könnte, auch wenn Käufer nach der jüngsten Volatilität weiterhin vorsichtig agieren.

Zur Erinnerung: Ende Januar sind die Preise für Edelmetalle stark gefallen, nachdem ein Rekordsprung, ausgelöst durch spekulative Geschäfte, zu einer Überhitzung der Märkte geführt hatte. Viele Faktoren, die die jahrelange Rally unterstützen – erhöhte geopolitische Risiken, aktive Käufe der Zentralbanken sowie Mittelabflüsse der Investoren aus Staatsanleihen und Währungen – bestehen jedoch weiterhin.

Zahlreiche Banken und Vermögensverwalter, darunter Deutsche Bank AG und Goldman Sachs Group Inc., gehen davon aus, dass Gold sich aufgrund dieser langfristigen Nachfragetreiber wieder erholen wird. Ein Beispiel für die stabile offizielle Nachfrage liefert die People’s Bank of China, die ihr Goldkaufprogramm im Januar bereits den 15. Monat in Folge fortgesetzt hat.

Mit Blick nach vorn dürften die Daten, die im weiteren Verlauf dieser Woche veröffentlicht werden, Aufschluss über den Kurs der Fed geben, nachdem Präsident Donald Trump Kevin Warsh als nächsten Chef der Zentralbank nominiert hat. Der am Mittwoch erscheinende Arbeitsmarktbericht für Januar dürfte Anzeichen für eine Stabilisierung am Arbeitsmarkt zeigen. Die US‑Inflationsdaten stehen für Freitag auf dem Kalender.

Gold bleibt um 5000 US-Dollar

Was das aktuelle technische Bild für Gold angeht, müssen die Käufer zunächst den nächstgelegenen Widerstand bei 5051 US-Dollar zurückerobern. Dadurch könnten sie dann den Bereich um 5137 US-Dollar ins Visier nehmen, dessen Überwinden sich allerdings als recht schwierig erweisen dürfte. Das weiter entfernte Kursziel liegt im Bereich von 5223 US-Dollar. Kommt es dagegen zu einem Rückgang bei Gold, werden die Bären versuchen, die Kontrolle über das Niveau von 4975 US-Dollar zu übernehmen. Gelingt ihnen das, würde ein Ausbruch aus dieser Spanne die Long-Positionen erheblich unter Druck setzen und Gold in Richtung des Tiefs bei 4893 US-Dollar drücken, mit der Aussicht auf einen weiteren Rückgang bis 4835 US-Dollar.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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