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FX.co ★ EUR/GBP: Kursanalyse. Prognose. Wachsende politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich setzt das Pfund unter Druck

EUR/GBP: Kursanalyse. Prognose. Wachsende politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich setzt das Pfund unter Druck

EUR/GBP: Kursanalyse. Prognose. Wachsende politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich setzt das Pfund unter Druck

Am Dienstag überschritt der EUR/GBP-Wechselkurs erneut den 50-Tage-SMA. Das Währungspaar erhält moderaten Rückenwind vom Euro, auch wenn der übergeordnete Aufwärtsschwung der Gemeinschaftswährung angesichts neuer Signale der Europäischen Zentralbank verhalten bleibt.

Im Euroraum mangelt es dem Euro nach den Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde an klaren Impulsen. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass die Inflation mittelfristig stabil zum 2%-Ziel zurückkehrt, was im Einklang mit ihren Aussagen zur Geldpolitik in der vergangenen Woche steht. Diese Rhetorik untermauert die Erwartung einer länger anhaltenden Phase unveränderter Zinsen und begrenzt damit das zusätzliche Aufwärtspotenzial des Euro.

Unterstützung erhält der Euro jedoch durch Aussagen des EZB-Vizepräsidenten Luis de Guindos. Er bestätigte die Angemessenheit des aktuellen Zinsniveaus, betonte jedoch die Notwendigkeit, bei der Bewertung künftiger Schritte neutral zu bleiben. De Guindos wies zudem darauf hin, dass die jüngste Aufwertung des Euro nicht dramatisch sei und dass die Inflationstendenzen mit den Prognosen der Zentralbank übereinstimmen.

Unterdessen steht das britische Pfund aufgrund der zunehmenden politischen Unsicherheit im Vereinigten Königreich unter Druck. Premierminister Keir Starmer sieht sich immer lauteren Rücktrittsforderungen ausgesetzt, nachdem Peter Mandelson zum Botschafter in den USA ernannt wurde – ein Schritt, der angesichts von Mandelsons umstrittener Vergangenheit Kritik hervorgerufen hat. Trotz des Drucks lehnt Starmer einen Rücktritt ab und unterstreicht seine Entschlossenheit, im Amt zu bleiben, gestützt von mehreren hochrangigen Kabinettsmitgliedern.

Anleger agieren vorsichtig, da sie befürchten, ein Führungswechsel könnte die fiskalische Disziplin untergraben und zu einer Ausweitung der Staatsverschuldung führen. Im Fokus des britischen Marktes stehen nun die am Donnerstag anstehenden Daten zum BIP, zur Industrieproduktion und zur Fertigung, die den Kurs des Pfunds und des Währungspaares EUR/GBP zusätzlich beeinflussen könnten.

Aus technischer Sicht notiert das Währungspaar unterhalb des 100-Tage-SMA und versucht, sich oberhalb des 50-Tage-SMA zu etablieren, während die Oszillatoren im Tageschart gemischte Signale senden. All diese Faktoren bestätigen eine Seitwärtsphase. Da sich der Relative-Stärke-Index jedoch in den positiven Bereich bewegt hat, haben die Bullen an Stärke gewonnen. Gelingt ein Ausbruch über den 100-Tage-SMA, würden die Bullen die Kontrolle über den Markt übernehmen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Euro gegenüber den wichtigsten Währungen im Tagesverlauf. Unter den Hauptwährungen weist der Euro derzeit gegenüber dem Australischen Dollar die größte Stärke auf.

EUR/GBP: Kursanalyse. Prognose. Wachsende politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich setzt das Pfund unter Druck
*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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