Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Donnerstag sind nur wenige makroökonomische Berichte vorgesehen, dennoch wird es einige interessante Veröffentlichungen geben. In Großbritannien werden am Morgen die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal, das BIP für Dezember sowie die Industrieproduktion für Dezember veröffentlicht. Insgesamt ist es lange her, dass britische Konjunkturdaten das Pfund Sterling gestützt haben. Der gesamte Anstieg der britischen Währung im vergangenen Jahr stand in keinem Zusammenhang mit den Wirtschaftsdaten des Vereinigten Königreichs. Daher kommt diesen Berichten am Markt eine geringere Bedeutung zu. Für das BIP wird im vierten Quartal ein Wachstum von 0,2 % gegenüber dem Vorquartal und von 1,2 % im Jahresvergleich erwartet. Die Industrieproduktion dürfte ein Nullwachstum aufweisen. In den USA werden heute die Daten zu den Verkäufen neuer Häuser und zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung veröffentlicht. Gestern erhielt der Markt umfassende Informationen zum Arbeitsmarkt, sodass der zweite Bericht wohl kaum auf großes Interesse stoßen wird. Was die Verkäufe neuer Häuser betrifft, so handelt es sich ebenfalls nicht um einen der wichtigsten Berichte.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den grundlegenden Ereignissen am Donnerstag sind nur einige wenige Reden von Vertretern der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank hervorzuheben. Wie bereits erwähnt, ist jedoch bis zur Veröffentlichung neuer Daten zu Inflation, Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit kaum mit einer Änderung der Sichtweise der Fed- und EZB-Vertreter in Bezug auf die Geldpolitik zu rechnen. Die Arbeitsmarktdaten wurden zwar gestern veröffentlicht, doch das Problem besteht darin, dass der Arbeitsmarkt keine geldpolitische Lockerung erfordert, die Inflation hingegen schon. Daher ist es sinnvoller, die weiteren Schritte der Fed erst am Freitag zu beurteilen.
Was die EZB betrifft, hat Christine Lagarde in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass die Inflation deutlich unter das 2%-Ziel fallen muss, bevor die EZB überhaupt beginnt, eine Wiederaufnahme der geldpolitischen Lockerung in Betracht zu ziehen.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am vorletzten Handelstag der Woche könnten sich beide Währungspaare sehr ruhig verhalten, da es heute nur wenige wichtige Ereignisse gibt. Der Euro kann aus dem Bereich von 1,1899–1,1908 gehandelt werden, während das Pfund Sterling aus dem Bereich von 1,3643–1,3652 gehandelt werden kann. Heute sollte sich zeigen, ob sich die Marktstimmung gegenüber dem Dollar vor dem Hintergrund der recht starken Daten zur Arbeitslosigkeit und zum Arbeitsmarkt verändert hat.
Grundregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Ausbildung (Abprallen oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wird. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn um ein bestimmtes Niveau herum aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder auch gar keine Signale generieren. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung einzustellen.
- Trades werden in dem Zeitraum eröffnet, der mit Beginn der europäischen Sitzung startet und bis zur Mitte der amerikanischen Sitzung andauert; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Im Stunden-Chart sollten Signale des MACD-Indikators idealerweise nur gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegen.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung ist es ratsam, den Stop Loss auf Break-even zu setzen.
Was auf den Charts zu sehen ist:
- Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades. Take-Profit-Niveaus können in deren Nähe platziert werden.
- Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
- Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als zusätzlicher Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder es wird empfohlen, den Markt zu verlassen, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein umsichtiges Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
