Der Dollar hat gegenüber dem Euro, dem Pfund und anderen Risikoanlagen deutlich zugelegt, angetrieben von objektiven Faktoren.
Nachdem die Sorgen über eine steigende Arbeitslosigkeit in den USA nachließen, gewann der Dollar rasch an Stärke. Die Daten zeigten, dass im vergangenen Monat in den USA 130.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden und die Arbeitslosenquote auf 4,3 % zurückging. Dieser unerwartet starke Beschäftigungsanstieg signalisiert einen widerstandsfähigeren US‑Arbeitsmarkt, als viele Analysten erwartet hatten. Der Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,3 % deutet darauf hin, dass die Wirtschaft weiterhin neue Arbeitskräfte aufnimmt, trotz der Befürchtungen einer Abschwächung. Die besser als prognostiziert ausgefallenen Zahlen zur Beschäftigung sendeten ein starkes Signal an die Händler und legen nahe, dass die Federal Reserve ihre Pläne für weitere Zinssenkungen überdenken könnte.
Heute werden wichtige Vertreter der Europäischen Zentralbank erwartet – der Präsident der Bundesbank Joachim Nagel und das EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel. Diese Reden werden von Marktteilnehmern in der Regel genau analysiert, da sie wertvolle Hinweise auf die künftige Geldpolitik der EZB, die Inflationserwartungen und die allgemeinen Perspektiven für die europäische Wirtschaft enthalten können. Da jedoch keine wesentlichen Politikänderungen durch die Zentralbank erwartet werden, ist es unwahrscheinlich, dass die üblichen Auftritte der EZB-Vertreter den Markt nennenswert bewegen.
Was das Pfund betrifft, so werden in der ersten Tageshälfte wichtige Konjunkturdaten für das Vereinigte Königreich erwartet, die die Wechselkurse und die Stimmung der Händler maßgeblich beeinflussen könnten. Insbesondere sollen Berichte über die Veränderung des britischen BIP für Dezember und das vierte Quartal 2025 veröffentlicht werden. Diese Kennzahlen sind grundlegende Messgrößen für den Zustand der Volkswirtschaft und spiegeln ihr gesamtes Wachstum oder ihre Schrumpfung wider. Parallel zu den BIP-Daten erwartet der Markt zudem Informationen zur Entwicklung der Industrieproduktion. Diese Kennzahl gibt Aufschluss über die Dynamik des verarbeitenden Gewerbes, das einen wesentlichen Bestandteil der wirtschaftlichen Aktivität darstellt. Verbesserungen oder Rückgänge bei der Industrieproduktion können bevorstehende Trends in anderen Bereichen der Wirtschaft signalisieren, etwa bei Beschäftigung und Konsumausgaben. Darüber hinaus werden Daten zur Handelsbilanz für Waren veröffentlicht. Diese Kennzahl misst das Verhältnis von Warenexporten zu -importen und spielt eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Zahlungsbilanz eines Landes sowie seiner Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt.
Schwache Daten könnten das Pfund rasch unter Druck setzen und die gestrige bärische Stimmung fortsetzen.
Sollten die Daten den Erwartungen der Ökonomen entsprechen, ist es sinnvoller, mit der Mean Reversion-Strategie zu arbeiten. Fallen die Daten hingegen deutlich besser oder schlechter aus als erwartet, wäre die Momentum-Strategie der geeignetere Ansatz.
Momentum-Strategie (Breakout):
Für das Währungspaar EUR/USD
- Käufe bei einem Ausbruch über 1,1875 könnten den Euro in Richtung 1,1925 und 1,1957 treiben.
- Verkäufe bei einem Ausbruch unter 1,1855 könnten den Euro in Richtung 1,1830 und 1,1800 drücken.
Für das Währungspaar GBP/USD
- Käufe bei einem Ausbruch über 1,3640 könnten das Pfund in Richtung 1,3665 und 1,3700 steigen lassen.
- Verkäufe bei einem Ausbruch unter 1,3610 könnten das Pfund in Richtung 1,3580 und 1,3545 fallen lassen.
Für das Währungspaar USD/JPY
- Käufe bei einem Ausbruch über 153,35 könnten den Dollar in Richtung 153,67 und 154,07 steigen lassen.
- Verkäufe bei einem Ausbruch unter 152,85 könnten den Dollar in Richtung 152,47 und 152,10 fallen lassen.
Mean Reversion-Strategie (Rückkehr zum Mittelwert):

Für das Währungspaar EUR/USD
- Ich werde nach Short-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 1,1895 scheitert und der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt.
- Ich werde nach Long-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch unter 1,1851 scheitert und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.

Für das Währungspaar GBP/USD
- Ich werde nach Short-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 1,3646 scheitert und der Kurs unter dieses Niveau zurückfällt.
- Ich werde nach Long-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch unter 1,3610 scheitert und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.

Für das Währungspaar AUD/USD
- Ich werde nach Short-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 0,7160 gescheitert ist und der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt.
- Ich werde nach Long-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch unter 0,7107 gescheitert ist und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.

Für das Währungspaar USD/CAD
- Ich werde nach Short-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 1,3597 scheitert und der Kurs unter dieses Niveau zurückkehrt.
- Ich werde nach Long-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch unter 1,3555 scheitert und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.
