Handelsrückblick und Trading‑Empfehlungen für das Britische Pfund
Der Test des Niveaus von 1,3626 erfolgte, als der MACD‑Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen, was einen sauberen Einstiegspunkt für Käufe des Pfunds bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar um mehr als 30 Punkte.
Das britische BIP‑Wachstum von 0,1 % entsprach vollständig den Prognosen der Volkswirte, weshalb es keine Marktreaktion auslöste. Obwohl diese Stagnation beim Wirtschaftswachstum erwartet worden war, macht sie dennoch die aktuellen Herausforderungen der britischen Wirtschaft deutlich. Schwaches Wachstum weist auf anhaltende Unsicherheit und mögliche Schwierigkeiten hin, eine kräftigere Erholung zu erreichen. Da die Daten den Erwartungen entsprachen, gab es keine Überraschungen, die heftige Marktbewegungen hätten auslösen können. Händler hatten diese Zahlen vermutlich bereits in ihre Strategien eingepreist und verlagern ihren Fokus nun auf andere, wichtigere Ereignisse und Veröffentlichungen aus den USA.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sowie auf die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser. Auch wenn diese Indikatoren auf den ersten Blick nicht zusammenhängen, liefern sie in Kombination wertvolle Einblicke in die Lage des US‑Arbeitsmarkts und des Immobiliensektors – zwei tragende Säulen der Volkswirtschaft. Wer ihre Dynamik versteht, kann fundiertere Entscheidungen treffen. Ein starker Anstieg der Erstanträge kann auf zunehmende Entlassungen hinweisen und damit auf eine Abschwächung der Geschäftstätigkeit oder Probleme in bestimmten Branchen. Umgekehrt signalisiert ein stetiger Rückgang der Anträge wachsendes Vertrauen der Arbeitgeber, die Bereitschaft zur Aufstockung der Belegschaften und einen robusten Arbeitsmarkt. Die Verkäufe bestehender Häuser spiegeln wiederum das Verbrauchervertrauen und die Erschwinglichkeit von Hypotheken wider.
Schwache US‑Daten dürften mit hoher Wahrscheinlichkeit zu weiteren Kursgewinnen im Währungspaar GBP/USD führen und den Aufwärtstrend vom Morgen fortsetzen.
Für die Intraday‑Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, das Pfund beim Erreichen des Einstiegspunkts um 1,3653 herum (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Ziel bei 1,3679 (dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich von 1,3679 werde ich Long-Positionen schließen und in die Gegenrichtung Short-Positionen eröffnen (Ziel ist eine Bewegung von 30–35 Punkten von diesem Niveau aus). Das Pfund dürfte heute nach schwachen US-Daten steigen. Wichtig: Vor einem Kauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, das Pfund zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 1,3635 kommt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Aufwärtsumkehr am Markt auslösen. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus 1,3653 und 1,3679 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, das Pfund nach einem Bruch der Marke von 1,3635 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was voraussichtlich zu einem schnellen Rückgang führen wird. Das wichtigste Kursziel für Verkäufer wird 1,3607 sein; dort werde ich Short-Positionen schließen und sofort Long-Positionen in die Gegenrichtung eröffnen (Ziel ist eine Bewegung von 20–25 Punkten). Der Druck auf das Pfund wird heute zurückkehren, falls starke US-Daten veröffentlicht werden. Wichtig: Vor einem Verkauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane heute außerdem, das Pfund zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 1,3653 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus 1,3635 und 1,3607 ist dann zu erwarten.

Erklärung zur Grafik:
- Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;
- Dicke grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;
- Dicke rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, sich auf überkaufte und überverkaufte Zonen zu stützen.
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten Entscheidungen zum Markteintritt mit großer Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Kennzahlen ist es am besten, außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein richtiges Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreicher Handel erfordert einen klaren Handelsplan, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler eine grundsätzlich verlustbringende Strategie.
