
Der US‑Dollar holt weiterhin das Maximum aus jeder Marktlage, jedem Bericht und jeder Nachricht heraus. Meiner Ansicht nach stünde der Dollar im Währungspaar mit dem Euro bereits im Bereich von 23–25 Figuren, wenn der Markt den US‑Nachrichtenstrom nicht regelmäßig ignorieren würde. Dennoch hält sich der Dollar hartnäckig und besteht eine Bewährungsprobe nach der anderen, steckt Schlag um Schlag weg. Früher oder später, so meine Überzeugung, wird die US‑Währung diesem Druck nicht mehr standhalten können, und ein ähnliches Szenario wie 2025 könnte sich wiederholen, als der Dollar innerhalb von vier Monaten um 1500 Basispunkte gefallen ist.
In der vergangenen Woche hatte der Markt allen Grund, die Nachfrage nach dem Dollar deutlich zu reduzieren. Meiner Meinung nach haben zwei zentrale Datenveröffentlichungen – die Nonfarm Payrolls und die Inflationsrate – gegen die US‑Währung gearbeitet. Der Markt hätte sich in erster Linie auf die jährliche Revision der Beschäftigungszahlen konzentrieren sollen und weniger auf den Januarwert, der ein Ausreißer sein oder im März – wie in den letzten sechs Monaten mehrfach geschehen – deutlich nach unten revidiert werden könnte. Der zweite Bericht – die Inflation – zeigte, dass die Argumente der Federal Reserve, den Leitzins bis Juni unverändert zu lassen, schwächer werden. Folglich könnte das FOMC im Jahr 2026 mehr als nur eine oder zwei Lockerungsrunden durchführen.
In der kommenden Woche stehen in den USA einige wichtige Veröffentlichungen an. Ab Mittwoch werden Daten zu den Auftragseingängen für Gebrauchsgüter, Baugenehmigungen, neuen Wohnbaubeginnen und das Protokoll der Fed veröffentlicht. Ich gehe davon aus, dass diese Daten nur für kurzfristige Marktreaktionen sorgen dürften. Am Freitag folgen die BIP‑Zahlen für das vierte Quartal, und die zweite Schätzung könnte deutlich unter der ersten (4,4 %) liegen. Am selben Tag werden zudem der Kernindex der Personal Consumption Expenditures (PCE), die S&P‑Einkaufsmanagerindizes sowie der Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan veröffentlicht. In dieser Woche war der Nachrichtenhintergrund deutlich relevanter, doch die Schwankungsbreite der Kurse ließ zu wünschen übrig.
Wellenbild für EUR/USD:
Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin ein aufwärtsgerichtetes Trendsegment ausbildet. Die Politik von Donald Trump und der geldpolitische Kurs der Fed bleiben wichtige Faktoren für den langfristigen Abwärtstrend des US‑Dollars. Die Zielmarken für das aktuelle Trendsegment könnten sich bis in den Bereich der 25. Figur erstrecken. Derzeit gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb der globalen Welle 5 bewegt, sodass ich im ersten Halbjahr 2026 mit steigenden Notierungen rechne. Kurzfristig kann das Paar jedoch noch eine weitere Abwärtswelle im Rahmen einer Korrektur ausbilden. Es ist ratsam, nach Zonen und Niveaus für neue Long‑Positionen mit Zielen um 1,2195 und 1,2367 zu suchen, was den Fibonacci‑Marken von 161,8 % bzw. 200,0 % entspricht.
Wellenbild für GBP/USD:
Das Wellenbild des GBP/USD‑Instruments ist recht klar. Die fünfteilige Aufwärtsstruktur hat ihre Formation abgeschlossen, doch die globale Welle 5 könnte eine deutlich ausgedehntere Form annehmen. Möglicherweise sehen wir demnächst die Ausbildung eines korrektiven Wellenbündels, woraufhin sich der Aufwärtstrend fortsetzen dürfte. Daher empfehle ich in den kommenden Wochen, nach Einstiegsmöglichkeiten für neue Long‑Positionen zu suchen. Meiner Meinung nach hat das britische Pfund unter Trump gute Chancen, in den Bereich von 1,45–1,50 zu steigen. Trump selbst begrüßt die Schwäche des Dollars, und die Fed hat die Möglichkeit, den Leitzins bereits auf der nächsten Sitzung erneut zu senken.
Wesentliche Grundsätze meiner Analyse:
- Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer handelbar und führen häufig zu Anpassungen.
- Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
- Es gibt nie 100 % Sicherheit über die Richtung einer Bewegung, und es kann sie auch nicht geben. Vergessen Sie nicht, Schutz‑Stop‑Loss‑Orders zu setzen.
- Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.


