Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Montag sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte terminiert. Im Grunde ist der einzige erwähnenswerte Bericht die Industrieproduktion in der Eurozone. Dieser Bericht ist zwar interessant, aber auch nicht viel mehr als das. In den vergangenen Jahren hatte die europäische Industrie mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen – unter anderem wegen der verschärften Konkurrenz aus China sowie der von Donald Trump eingeführten Zölle und Handelsbarrieren. Daher ist von diesem Indikator keine nennenswerte Unterstützung für den Euro zu erwarten. In Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten sind die Wirtschaftskalender vollkommen leer.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:
Unter den fundamentalen Ereignissen am Montag sticht lediglich eine Rede der Federal-Reserve-Vertreterin Michelle Bowman hervor. Nachdem die Daten zum Arbeitsmarkt, zur Arbeitslosigkeit und zur Inflation veröffentlicht wurden, sind Veränderungen in der Rhetorik der Mitglieder des Monetary Committee zu erwarten. Wir gehen davon aus, dass sich die Haltung der Fed hin zu einer stärker „dovishen“ Ausrichtung verschieben könnte, da die Inflation in den USA sich der Marke von 2 % nähert. Ein Wechsel hin zu einer „weicheren“ Rhetorik wäre ein weiterer Anlass für den Markt, die US‑Währung zu verkaufen.Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am ersten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare sehr ruhig gehandelt werden, da nur sehr wenige wichtige Ereignisse auf dem Kalender stehen. Der Euro kann aus dem Bereich von 1,1899–1,1908 oder aus dem Bereich von 1,1830–1,1837 gehandelt werden, während das Britische Pfund aus dem Bereich von 1,3643–1,3652 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für eine Aufwertung der US‑Währung. Die Volatilität könnte heute gering ausfallen.
Hauptregeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung benötigt wird (Abprall oder Durchbruch eines Levels). Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn um ein bestimmtes Level herum aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einem flachen Markt kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder überhaupt keine Signale generieren. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsphase einzustellen.
- Trades werden im Zeitraum zwischen dem Beginn der europäischen Session und der Mitte der amerikanischen Session eröffnet; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Auf dem Stunden-Chart sollten Signale des MACD‑Indikators idealerweise nur dann gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegt.
- Wenn zwei Levels zu nah beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs‑ bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15–20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, ist es ratsam, den Stop Loss auf Break-even zu setzen.
Was auf den Charts zu sehen ist:
- Unterstützungs- und Widerstandslevels sind Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades. Take-Profit-Levels können in deren Nähe platziert werden.
- Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und die bevorzugte Handelsrichtung zum jetzigen Zeitpunkt anzeigen.
- Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder es wird empfohlen, den Markt zu verlassen, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex‑Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein umsichtiges Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
