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FX.co ★ Keine Einigkeit im FOMC-Ausschuss. Teil 2

Keine Einigkeit im FOMC-Ausschuss. Teil 2

Keine Einigkeit im FOMC-Ausschuss. Teil 2

Meinen Leserinnen und Lesern sollte außerdem bewusst sein, dass es derzeit mindestens drei „Tauben“ im FOMC gibt. Es bleibt abzuwarten, ob Christopher Waller und Michelle Bowman bereit sind, weiterhin Trumps Wünschen zu folgen, jetzt, da der begehrte Fed-Vorsitz an jemand anderen gegangen ist. Zur Erinnerung: Waller und Bowman haben sich zuletzt aktiv für eine Lockerung der Geldpolitik ausgesprochen, und zwar wegen der „Abkühlung“ am Arbeitsmarkt. Damals galten sie jedoch als direkte Kandidaten für Jerome Powells Posten, und inzwischen ist bekannt, dass Kevin Warsh der nächste Vorsitzende wird.

Wie ich bereits erwähnt habe, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich der frühere „Falke“ Warsh schnell in eine „Taube“ verwandeln wird. Aber selbst mit den Stimmen von Waller und Bowman (sowie Steve Miran) wären es nur vier, was nicht ausreichen würde, um Donald Trumps sehnlichen Wunsch zu erfüllen. Sollten Waller und Bowman ihre Haltung zu den Zinsen ändern, wäre die nächste Lockerungsrunde tatsächlich erst dann zu erwarten, wenn sich die Inflation dem Zielwert der Fed annähert.

Übrigens schlage ich vor, die Inflationsdaten des vergangenen Jahres genauer zu betrachten, um zu verstehen, weshalb die Fed-Verantwortlichen an einer Bewegung des Indikators in Richtung Ziel zweifeln. Wenn wir uns beispielsweise einen Drei-Jahres-Chart ansehen, wird klar, dass die US-Inflation seit Juni 2024 zwischen 2,3 % und 3,0 % pendelt. Vielleicht ist es genau das, was die Zweifel der Verantwortlichen nährt? Der Verbraucherpreisindex liegt nahe am Ziel, hat dieses aber in den vergangenen eineinhalb Jahren nicht erreicht.

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Gleichzeitig erklärte ein weiteres Fed-Mitglied, Michael Barr, dass er es vorziehen würde, auf überzeugendere Belege für einen Rückgang der Inflation zu warten, bevor er für eine Zinssenkung stimmt, vorausgesetzt, der Arbeitsmarkt bleibt stabil. Er wies auf die gute Ausgangsposition der Fed hin, die Zeit für Überlegungen und das Sammeln statistischer Informationen lässt. Ich würde hinzufügen, dass nach den Reden von Barr und Goolsbee laut dem CME FedWatch Tool die Wahrscheinlichkeit einer neuen Lockerungsrunde im März auf 6 % gesunken ist, im April auf 22 % und im Juni unverändert bei etwa 50 % bleibt. Meiner Ansicht nach wird die Stärkung des US-Dollar im Rahmen eines korrektiven Wellenszenarios begrenzt bleiben.

Wellenbild für EUR/USD:

Auf Grundlage der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass das Instrument weiterhin einen Aufwärtstrendabschnitt ausbildet. Die Politik von Donald Trump und die Geldpolitik der Fed bleiben bedeutende Faktoren für den langfristigen Rückgang der US‑Währung. Die Ziele für den aktuellen Abschnitt des Trends könnten sich bis in den Bereich der 25. Marke erstrecken. Derzeit gehe ich davon aus, dass sich das Instrument weiterhin innerhalb der globalen Welle 5 befindet, weshalb ich in der ersten Hälfte des Jahres 2026 mit einem Anstieg der Notierungen rechne. Kurzfristig kann das Instrument jedoch im Rahmen einer Korrektur eine weitere Abwärtswelle ausbilden. Meiner Meinung nach ist es sinnvoll, nach Bereichen und Niveaus für neue Käufe mit Kurszielen in der Nähe von 1,2195 und 1,2367 zu suchen, was 161,8 % bzw. 200,0 % nach Fibonacci entspricht.

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Wellenbild für GBP/USD:

Das Wellenbild für das Instrument GBP/USD ist recht eindeutig. Die fünfwellige Aufwärtsstruktur hat ihre Ausbildung abgeschlossen, doch die globale Welle 5 kann eine deutlich stärker gestreckte Form annehmen. Ich gehe davon aus, dass sich in naher Zukunft ein Korrekturwellenset ausbilden kann, nach dessen Abschluss sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird. Dementsprechend würde ich in den kommenden Wochen dazu raten, nach Einstiegsmöglichkeiten für neue Käufe zu suchen. Meiner Meinung nach hat das Pfund unter Donald Trump gute Chancen, auf 1,45–1,50 US‑Dollar zu steigen. Trump selbst begrüßt die Schwäche des Dollar, und die Fed hat auf der nächsten Sitzung die Möglichkeit, die Zinsen erneut zu senken.

Wesentliche Grundsätze meiner Analyse:

  1. Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und müssen häufig angepasst werden.
  2. Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.
  3. Es gibt niemals 100%ige Sicherheit in Bezug auf die Bewegungsrichtung. Vergessen Sie nicht, schützende Stop-Loss-Orders zu verwenden.
  4. Wellenanalyse kann mit anderen Analysearten und Handelsstrategien kombiniert werden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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