Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Freitag sind mehrere makroökonomische Berichte terminiert. In Deutschland, im Vereinigten Königreich und in der Eurozone werden die Einkaufsmanagerindizes für die Dienstleistungs- und Fertigungsbranche für Februar veröffentlicht. Sollten die Daten nicht im Widerspruch zueinander stehen und im Rahmen der Prognosen liegen, könnte die Reaktion des Marktes durchaus deutlich ausfallen. Außerdem wird das Vereinigte Königreich einen Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen vorlegen. In den USA sollten sich Trader in erster Linie auf den BIP-Bericht für das vierte Quartal (vorläufige Schätzung) sowie auf den Kernpreisindex der privaten Konsumausgaben (PCE) konzentrieren, der für die Inflation relevant ist – ein Aspekt, den der Markt in der vergangenen Woche offenbar ausgeblendet hat. Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass die derzeitigen Rückgänge von Euro und Pfund nicht eng mit dem makroökonomischen Umfeld verknüpft sind.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den fundamentalen Ereignissen am Freitag sticht nur die Rede des Federal-Reserve-Vertreters Raphael Bostic hervor. Nachdem die US-Daten zum Arbeitsmarkt, zur Arbeitslosigkeit und zur Inflation veröffentlicht wurden, hatten wir einen Wechsel in der Rhetorik der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Fed erwartet; die ersten Äußerungen der Offiziellen signalisierten jedoch weiterhin eine „neutrale“ Haltung. Wir gehen davon aus, dass sich die Haltung der Fed bald stärker in Richtung „dovish“ verschieben könnte, da die US-Inflation sich der Marke von 2 % nähert. Allerdings muss sich die Inflation weiter verlangsamen und darf nicht nur bei etwa 2,4 % verharren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es derzeit keine Anzeichen für eine verstärkte „dovish“-Stimmung gibt, was jedoch den zweiwöchigen Anstieg der US-Währung nicht erklärt.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am letzten Handelstag der Woche könnte der Markt aufgrund der Vielzahl an heute veröffentlichten Berichten recht aktiv sein. Der Euro kann heute in einer Spanne von 1,1745–1,1754 gehandelt werden, während das Britische Pfund in einer Spanne von 1,3437–1,3446 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes, nachhaltiges Wachstum der US-Währung, doch der Trend bleibt für beide Währungspaare abwärtsgerichtet.
Wichtigste Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung nötig ist (Abprall oder Durchbruch des Levels). Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Level auf Basis von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder überhaupt keine Signale generieren. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen eines Flats einzustellen.
- Trades werden in dem Zeitraum eröffnet, der mit Beginn der europäischen Sitzung startet und bis zur Mitte der US-Sitzung reicht; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Im Stundenchart sollten Signale des MACD-Indikators idealerweise nur gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität vorliegt und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Liegt der Abstand zwischen zwei Levels zu eng beieinander (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nach einer Bewegung von 15–20 Pips in die richtige Richtung ist es sinnvoll, den Stop Loss auf Break-even nachzuziehen.
Was auf den Charts zu sehen ist:
- Unterstützungs- und Widerstandslevels dienen als Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
- Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und auf die bevorzugte Handelsrichtung hinweisen.
- Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder es wird geraten, den Markt zu verlassen, um einen scharfen Kursumschwung gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex-Handel sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein umsichtiges Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
