
Heute, am Freitag, legt das Währungspaar USD/JPY den dritten Tag in Folge zu und erreicht ein neues Wochenhoch. Den heute veröffentlichten Daten zufolge ist der Kerninflationsindikator Japans auf den niedrigsten Stand der vergangenen zwei Jahre gefallen, was die Erwartungen an eine kurzfristige geldpolitische Straffung durch die Bank of Japan abschwächt. Dies hat die Position des Yen gegenüber dem Dollar weiter verschlechtert.
Zusätzlichen Druck auf den japanischen Yen üben Sorgen um die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen Japans aus, was die weiteren Kursgewinne des Währungspaares stützt.
Gleichzeitig bestätigte die japanische Premierministerin Sanae Takaichi ihre Absicht, das Verhältnis von Staatsverschuldung zu BIP schrittweise zu senken und die fiskalische Stabilität des Landes wiederherzustellen. Dies mildert die Sorgen der Märkte teilweise und begrenzt den Druck auf die Landeswährung.
Unterdessen zeigt sich der US‑Dollar stabil und notiert nahe dem gestrigen Hoch, da die Erwartungen an eine aggressive Lockerung durch die Federal Reserve zurückgegangen sind, was den USD/JPY ebenfalls nach oben treibt.

Gleichzeitig sind Marktteilnehmer weiterhin überzeugt, dass die Bank of Japan ihren Kurs einer schrittweisen geldpolitischen Straffung beibehalten wird. Dies unterstreicht eine deutliche Divergenz zu der wachsenden Erwartung, dass die Federal Reserve die Kreditkosten in diesem Jahr mindestens zweimal senken wird, was die weiteren Kursgewinne im USD/JPY begrenzt.
Für bessere Handelschancen sollte der Fokus heute auf der Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten liegen, insbesondere auf dem Personal Consumption Expenditures (PCE) Index, der dem Währungspaar neue Impulse verleihen könnte.
Aus technischer Sicht spricht der Anstieg des Paares über die 20-Tage- und 100-Tage-SMAs für die Bullen. Der Relative Strength Index bewegt sich allmählich in den positiven Bereich, was die optimistische Stimmung der Bullen zusätzlich bestätigt. Insgesamt ist es jedoch noch zu früh, um von einem klaren Sieg der Bullen am Markt zu sprechen. Daher sollten Händler mit einer bullischen Ausrichtung vorsichtig agieren.
