Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Mittwoch sind nur sehr wenige makroökonomische Veröffentlichungen angesetzt, und keine davon ist besonders wichtig. In Deutschland wird der GfK-Konsumklimaindex veröffentlicht; im Euroraum erscheint die zweite Schätzung der Inflation für Januar; und in Deutschland wird die dritte Schätzung des Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal vorgelegt. Theoretisch könnten diese Ereignisse eine Marktreaktion auslösen, jedoch nur, wenn die tatsächlichen Werte deutlich von den Prognosen abweichen, was eher unwahrscheinlich ist. In den USA stehen heute keine Veröffentlichungen auf dem Kalender.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den fundamentalen Ereignissen am Dienstag stechen einige Reden von Vertretern der EZB und der Fed hervor; allerdings vertreten beide Zentralbanken derzeit eine klare und feste Haltung in der Geldpolitik. Die EZB zeigt sich nicht beunruhigt über den Rückgang der Inflation auf 1,7 % im Jahresvergleich, sodass eine Senkung des Leitzinses in naher Zukunft nicht geplant ist. Umgekehrt ist die Fed wegen einer Inflation von 2,4 %, die sie als erhöht einstuft, besorgt und plant daher vorerst keine neuen geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen. Daher ist es unwahrscheinlich, dass neue Reden von EZB- und Fed-Vertretern dem Markt neue oder wichtige Informationen liefern. Die weltweite Aufmerksamkeit richtet sich derzeit auf Donald Trump (wer hätte Zweifel daran!). Die Welt wartet auf Klarheit in Bezug auf die neuen Zölle und alten Vereinbarungen, die sich im Handumdrehen änderten, nachdem der Supreme Court alle alten Zölle aufgehoben hatte und Trump umgehend neue, einheitliche Zölle für alle verhängte.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am dritten Handelstag der Woche könnten sich am Markt sehr schwache Bewegungen beobachten lassen, da der Montag gezeigt hat, dass die Händler vom Urteil des Supreme Court und der sofortigen Wiedereinführung sämtlicher Zölle durch Trump keineswegs schockiert sind. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1830–1,1837 gehandelt werden, das britische Pfund in der Spanne von 1,3529–1,3543. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für ein starkes, anhaltendes Wachstum der US‑Währung, doch beide Währungspaare tendieren nach wie vor eher zur Abwärtsbewegung.
Wichtigste Regeln des Handelssystems:
- Die Stärke des Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Ausbildung (Abprall oder Durchbruch des Niveaus) benötigt wird. Je kürzer die Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder überhaupt keine Signale generieren. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung einzustellen.
- Trades werden in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Auf dem Stunden-Chart sollten Signale des MACD‑Indikators idealerweise nur dann gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität und ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegt.
- Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15–20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, ist es ratsam, den Stop Loss auf Break-even nachzuziehen.
Was auf den Charts zu sehen ist:
- Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades. Take-Profit‑Marken können in ihrer Nähe gesetzt werden.
- Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
- Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als zusätzlicher Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder es wird empfohlen, den Markt zu verlassen, um eine abrupte Kurswende gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex‑Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und umsichtiges Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.
