Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Freitag sind einige makroökonomische Berichte angesetzt, und der Markt konzentriert sich derzeit auf eine mögliche Eskalation der Konflikte zwischen Iran und den USA sowie auf die Verschärfung des Konflikts zwischen Pakistan und Afghanistan. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass Konjunkturdaten aus Deutschland die Stimmung der Trader maßgeblich beeinflussen werden. Nichtsdestotrotz werden heute in Deutschland Berichte zur Arbeitslosigkeit, Inflation und zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Dabei handelt es sich um interessante und wichtige Kennzahlen, die sich jedoch nur auf ein einzelnes Land innerhalb der Europäischen Union beziehen – wenn auch auf das mit der stärksten Volkswirtschaft. In den USA wird der Producer Price Index veröffentlicht, den viele Analysten als einen wichtigen Indikator mit Einfluss auf die Inflation betrachten. Wir teilen diese Einschätzung jedoch nicht; kommt es allerdings zu einer deutlichen Abweichung zwischen dem tatsächlichen Wert und der Prognose, könnte der Markt entsprechend reagieren.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den fundamentalen Ereignissen am Freitag gibt es nichts Erwähnenswertes, doch der Markt wird die Entwicklungen in Afghanistan und im Iran mit Sicherheit genau beobachten. Zur Erinnerung: Pakistan hat gestern mit militärischen Aktionen in Afghanistan begonnen, und der Iran könnte an diesem Wochenende einen massiven Schlag der USA erleiden, da die Verhandlungen in Genf keine positiven Ergebnisse gebracht haben. Damit ist die aktuelle Agenda eher geopolitischer als wirtschaftlicher Natur. Im Falle einer Eskalation der Kampfhandlungen, neuer Operationen und Ähnlichem könnte der Dollar vom Markt erneut Unterstützung erhalten.
Allgemeine Schlussfolgerungen:
Am letzten Handelstag der Woche könnten die Marktbewegungen aufgrund der wenigen makroökonomischen Ereignisse relativ schwach ausfallen. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1830–1,1837 gehandelt werden, und das britische Pfund in der Spanne von 1,3484–1,3489. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für ein starkes, anhaltendes Wachstum der US‑Währung, und die Abwärtstrends für beide Währungspaare wurden aufgehoben.
Hauptrichtlinien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die es für seine Ausbildung benötigt (Abprall oder Durchbruch des Levels). Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.
- Wenn rund um ein bestimmtes Level auf Basis von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder überhaupt keine Signale erzeugen. In jedem Fall ist es am besten, den Handel bei den ersten Anzeichen einer Seitwärtsbewegung einzustellen.
- Trades werden in dem Zeitraum zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der amerikanischen Sitzung eröffnet; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.
- Auf dem Stundenchart sollten Signale des MACD‑Indikators idealerweise nur gehandelt werden, wenn eine gute Volatilität sowie ein durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigter Trend vorliegen.
- Wenn zwei Levels zu nah beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs‑ oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15–20 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, ist es ratsam, den Stop Loss auf Break-even zu setzen.
Was auf den Charts zu sehen ist:
- Unterstützungs- und Widerstandslevels sind Ziele für das Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades. Take-Profit‑Levels können in ihrer Nähe platziert werden.
- Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und auf die bevorzugte Handelsrichtung zum jetzigen Zeitpunkt hinweisen.
- Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – dient als ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
- Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender zu finden) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder es wird empfohlen, den Markt zu verlassen, um eine scharfe Umkehr der Kurse gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
- Anfänger im Forex‑Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein solides Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.
