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FX.co ★ EUR/USD Überblick. 2. März. Geopolitik wieder im Fokus

EUR/USD Überblick. 2. März. Geopolitik wieder im Fokus

EUR/USD Überblick. 2. März. Geopolitik wieder im Fokus

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Freitag keine nennenswerten Bewegungen. Tatsächlich war die Volatilität während der gesamten vergangenen Woche und des gesamten Februars sehr gering, sodass es für Trader kaum möglich war, auf Zeitrahmen von mehr als 5 Minuten Positionen zu eröffnen. Was wird uns die neue Woche bringen?

Die neue Woche könnte mit einem neuen „Sturm“ am Devisenmarkt beginnen. Am Samstag ordnete Donald Trump eine Militäroperation im Iran an, die groß angelegte Raketenangriffe auf staatliche, militärische und nukleare Einrichtungen im ganzen Land umfasste. Am ersten Tag der Operation wurde der oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, getötet. Mehrere hochrangige Funktionäre, darunter Militärführer, wurden ebenfalls ausgeschaltet. Im Grunde könnte die Operation im Iran recht schnell abgeschlossen sein, auch wenn nicht alle Experten dieser Ansicht sind.

Wichtig ist, dass Trump einen Machtwechsel im Iran anstrebt. Wenn Ali Khamenei getötet wird, aber ein Führer an seine Stelle tritt, der sich ebenfalls weigert, eine nukleare Abrüstung zu verfolgen, wäre die Militäroperation „Epic Fury“ sinnlos. Was spielt es für eine Rolle, wer die Nuklearindustrie weiterentwickelt und Raketen baut, die Europa oder die USA treffen können? Trumps Ziel besteht also darin, einen Umsturz herbeizuführen, der es Oppositionskräften und Revolutionären ermöglicht, an die Macht zu kommen – idealerweise jemandem aus seinem eigenen Lager.

Wie auch immer, der Konflikt könnte sich lange hinziehen oder, wie Trump es am Samstagabend andeutete, in nur wenigen Tagen beendet sein. Tradern bleibt daher nichts anderes übrig, als den Montag und die weiteren Entscheidungen des US-Präsidenten abzuwarten. Aus unserer Sicht hat der Dollar in den vergangenen Wochen an Wert gewonnen, nicht zuletzt wegen der sich zuspitzenden Lage rund um den Iran. Nun, da die militärischen Aktionen begonnen haben, könnten die Marktreaktionen „emotional“ und volatil ausfallen – vermutlich vor allem kurzfristig.

Einerseits hat der Markt die Aussicht auf einen Krieg im Iran seit mehreren Wochen eingepreist, sodass es keinen Grund für zusätzliche Dollarkäufe gibt. Andererseits besteht ein Unterschied zwischen der Erwartung eines Krieges und der tatsächlichen Erfahrung, ihn sich entfalten zu sehen und sein Ausmaß zu erkennen. Bis zum letzten Moment war unklar, wie umfangreich die Angriffe auf den Iran ausfallen würden. Zudem ist völlig offen, welche Vergeltungsmaßnahmen Teheran ergreifen könnte. Es ist ebenfalls bemerkenswert, dass der US-Dollar trotz seiner jüngsten Aufwertung erneut nicht in der Lage war, kräftig zu steigen. Selbst im 4-Stunden-Chart ist jede Bewegung seit dem 28. Januar eindeutig nur eine Korrektur, die deutlich schwächer und langsamer verläuft als der vorausgegangene Aufwärtsschub.

Daher halten wir an unserer Einschätzung fest, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird – unabhängig vom fundamentalen und makroökonomischen Umfeld, das dem Dollar häufig nur wenig tatsächliche Unterstützung bietet. In dieser Woche werden in der Eurozone mehrere wichtige Indikatoren veröffentlicht, darunter die Inflationsdaten und die endgültige BIP-Schätzung für das vierte Quartal. Es ist jedoch fraglich, ob der Markt diesen Daten überhaupt Beachtung schenken wird, da die jüngste Volatilität auf ein sehr geringes Interesse der Trader am aktiven Handel schließen lässt.

EUR/USD Überblick. 2. März. Geopolitik wieder im Fokus

Die durchschnittliche Volatilität des Währungspaars EUR/USD in den letzten 5 Handelstagen beträgt zum 2. März 46 Pips und wird als „durchschnittlich“ eingestuft. Wir erwarten, dass das Paar am Montag in einer Spanne zwischen 1,1771 und 1,1863 gehandelt wird. Der obere Kanal der linearen Regression ist nach oben gerichtet, was auf ein weiteres Wachstum des Euro hindeutet. Der CCI-Indikator ist in den überverkauften Bereich eingetreten, was auf die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends schließen lässt.

Nächste Unterstützungsebenen:

  • S1 – 1,1719
  • S2 – 1,1597
  • S3 – 1,1475

Nächste Widerstandsebenen:

  • R1 – 1,1841
  • R2 – 1,1963
  • R3 – 1,2085

Handelsempfehlungen:

Das Währungspaar EUR/USD setzt seine Korrektur innerhalb eines Aufwärtstrends fort. Das übergeordnete fundamentale Umfeld bleibt für den Dollar äußerst negativ. Das Paar verbrachte sieben Monate in einem Seitwärtskanal; es ist wahrscheinlich, dass nun die Zeit gekommen ist, den globalen Trend des Jahres 2025 wieder aufzunehmen. Für den Dollar gibt es keine fundamentale Grundlage für ein langfristiges Wachstum. Daher kann für den Dollar allenfalls eine Seitwärts- oder Korrekturbewegung erwartet werden. Wenn sich der Kurs unterhalb des gleitenden Durchschnitts befindet, können aus rein technischer Sicht kleine Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,1719 in Betracht gezogen werden. Oberhalb der Linie des gleitenden Durchschnitts bleiben Long-Positionen mit Zielen bei 1,1963 und 1,2085 aktuell.

Erläuterungen zu den Abbildungen:

  • Lineare Regressionskanäle helfen dabei, den aktuellen Trend zu bestimmen. Wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, weist dies auf einen starken Trend hin.
  • Die Linie des gleitenden Durchschnitts (Einstellungen 20,0, smoothed) bestimmt den kurzfristigen Trend und die Richtung, in die aktuell gehandelt werden sollte.
  • Murray-Level sind Zielmarken für Bewegungen und Korrekturen.
  • Volatilitätsniveaus (rote Linien) geben auf Basis der aktuellen Volatilitätsindikatoren einen wahrscheinlichen Preiskanal an, in dem sich das Paar am nächsten Tag bewegen wird.
  • Das Eindringen des CCI-Indikators in den überverkauften Bereich (unter -250) oder in den überkauften Bereich (über +250) deutet auf eine sich nähernde Trendumkehr in die entgegengesetzte Richtung hin.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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