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FX.co ★ GBP/USD. Smart Money. Gab es wirklich einen Ausbruch?

GBP/USD. Smart Money. Gab es wirklich einen Ausbruch?

Das Währungspaar GBP/USD drehte zugunsten des Pfunds und begann einen recht kräftigen Anstieg, der nach einer weiteren Rede von Donald Trump und an dem nächstgelegenen bärischen Muster endete. Der Kurs prallte von Ungleichgewicht 17 ab und bildete damit ein Verkaufssignal. Zuvor war jedoch bereits ein Kaufsignal in Form eines „Three Drives Pattern“ entstanden, und der Trend bleibt weiterhin bullisch. Außerdem könnte sich heute oder am Montag ein bullisches Signal für den Euro ausbilden, was die Pfund-Bullen zusätzlich unterstützen könnte. Das aktuelle Chartbild ist äußerst widersprüchlich. In naher Zukunft könnte der Kurs erneut die Liquidität des letzten Tiefs abholen und den Aufwärtstrend wieder aufnehmen – oder auch nicht. Alles wird von Trumps nächsten Aussagen abhängen.

GBP/USD. Smart Money. Gab es wirklich einen Ausbruch?

In letzter Zeit hat Washington den Wunsch erkennen lassen, den Krieg zu beenden – allerdings zu seinen eigenen Bedingungen. Iran wiederum ist nur bereit, ihn zu beenden, sofern dies zu seinen eigenen Bedingungen geschieht. Wahrscheinlich, weil Teheran Washingtons Ultimaten weiterhin nicht akzeptieren will, erleben wir die ständig wechselnde Rhetorik von Trump. Wie weit die Positionen beider Seiten auseinanderliegen, konnten wir bereits vor etwa einem Monat beobachten. Entsprechend reagieren Trader abwechselnd auf Verbesserungen und Verschlechterungen im geopolitischen Hintergrund. Für eine stärkere Bewegung entweder im Pfund oder im Dollar sind handfeste Anzeichen für Deeskalation oder Eskalation nötig – bloße Worte reichen nicht aus.

Die Wahrscheinlichkeit eines Rückgangs in beiden Währungspaaren bleibt recht hoch, und alle aktuellen Diskussionen über einen möglichen bullischen Vorstoß sind bislang reine Annahmen ohne Bestätigung oder Fakten. Gleichzeitig kann ich ein wichtiges und relativ seltenes „Three Drives Pattern“ nicht ignorieren, das im Chart mit einem Dreieck markiert ist. Es steht für drei aufeinanderfolgende Swings, die jeweils etwas tiefer oder höher liegen als der vorherige und in diesem Fall das Ende eines bärischen Impulses signalisieren. Die technische Analyse deutet somit auf ordentliche Chancen für eine bullische Bewegung hin, aber die Bullen brauchen dringend Rückenwind von der geopolitischen Seite. Solange der Aufwärtstrend intakt bleibt (oberhalb der Marke von 1,3012), würde ich den Fokus eher auf bullische Signale legen. Derzeit liegen jedoch weder klare bullische Formationen noch Signale vor, und die Geopolitik kann das Pfund jederzeit weiter nach unten drücken.

Am Freitag bot der Nachrichtenhintergrund sowohl Bullen als auch Bären Ansatzpunkte – ja, für beide Seiten. Trotz der klar positiven Daten zum US-Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit für den März wurde die Nonfarm-Payrolls-Zahl für Februar nach unten auf -133.000 revidiert. Es ist nach wie vor unmöglich, eindeutig festzustellen, ob sich der Arbeitsmarkt erholt. Die Trader haben heute nicht einmal versucht, diese Frage zu beantworten und haben die Daten schlicht ignoriert. Gab es überhaupt irgendwelche Veröffentlichungen?

In den USA lässt der gesamte Informationshintergrund darauf schließen, dass langfristig nichts anderes als ein schwächerer Dollar zu erwarten ist. Selbst der Krieg zwischen Iran und den USA ändert daran nur wenig. Die Lage des US-Dollars bleibt auf lange Sicht ziemlich schwierig und nur kurzfristig positiv. Der Arbeitsmarkt kämpft weiter, die Wirtschaft nähert sich immer stärker einer Rezession, die Federal Reserve plant – anders als die EZB und die Bank of England – für 2026 keine Straffung der Geldpolitik, und am vergangenen Wochenende fand bereits die vierte große Protestwelle in den USA persönlich gegen Donald Trump statt. Aus wirtschaftlicher Sicht gibt es keine stichhaltigen Gründe für ein nachhaltiges Dollar-Wachstum.

Für einen bärischen Trend wäre ein starker und anhaltend positiver Nachrichtenhintergrund für den Dollar nötig, was unter Donald Trump nur schwer zu erwarten ist. Derzeit stützt die Geopolitik den Dollar schon seit über einem Monat, aber diese Unterstützung wird früher oder später nachlassen. Wann genau das geschieht, ist schwer zu sagen, weshalb nicht ausgeschlossen werden kann, dass die US-Währung noch eine weitere Woche, einen weiteren Monat oder sogar mehrere Monate steigen könnte.

Terminkalender für die USA und das Vereinigte Königreich:

  • USA – ISM Services PMI (14:00 UTC).

Am 6. April enthält der Wirtschaftskalender einen wichtigen Eintrag. Der Einfluss des Nachrichtenhintergrunds auf die Marktstimmung am Montag kann sich bemerkbar machen, aber vor allem in der zweiten Tageshälfte.

GBP/USD-Prognose und Handelsempfehlungen:

Für das Pfund bleibt der langfristige Ausblick bullisch, doch derzeit sind keine aktiven bullischen Muster erkennbar. Der jüngste Rückgang des Währungspaares in den vergangenen Wochen fiel aufgrund einer unglücklichen Kombination von Umständen so heftig aus. Hätte Donald Trump den Konflikt im Nahen Osten nicht angeheizt, hätten wir diese starke Dollar-Aufwertung vermutlich nicht gesehen. Meiner Ansicht nach könnte dieser Rückgang genauso unerwartet enden, wie er begonnen hat. Zum jetzigen Zeitpunkt kann die bärische Phase jedoch noch nicht als abgeschlossen gelten.

Kurzfristig können sich Trader lediglich auf ein Signal innerhalb des bearish imbalance 17 stützen. Dieses Signal hat sich bereits gebildet und ermöglicht es Tradern, das Pfund mit einem Zielbereich um das Niveau von 1,3000 zu verkaufen. Allerdings könnte dieses Signal durch die Geopolitik, ein mögliches bullisches Signal im Euro und bereits durch das bullische „Three Drives Pattern“ konterkariert werden.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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