Analyse der Trades am Freitag:
1H-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD zeigte am Freitag ebenfalls eine extrem geringe Volatilität, wobei der Markt selbst auf wichtige Daten von der anderen Seite des Atlantiks überhaupt nicht reagierte. Das ist bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar. Jerome Powell hat bereits zweimal erklärt, dass sich die Fed vollständig auf die Inflation konzentriert, und der Inflationsbericht in dieser Woche könnte einen Anstieg von 1 % innerhalb nur eines Monats ausweisen. Folglich wird die Federal Reserve ihre geldpolitischen Entscheidungen in naher Zukunft auf den Verbraucherpreisindex stützen. Daher haben die Daten zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit an Bedeutung verloren. Allerdings bedeutet „weniger wichtig“ nicht „unwichtig“. Wir sind der Ansicht, dass der Markt vor dem Hintergrund der geopolitischen Ereignisse im Nahen Osten weiterhin nahezu alle makroökonomischen Faktoren ignoriert. Für das britische Pfund hat sich eine neue absteigende Trendlinie herausgebildet, die jedoch eher formalen Charakter hat. Der Grund dafür ist, dass die Marktbewegungen ausschließlich von geopolitischen Nachrichten bestimmt werden und die vergangenen Wochen gezeigt haben, dass diese Bewegungen vollkommen zufällig sind.
5M-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart wurde am Freitag ein Handelssignal erzeugt. Während der US-Sitzung konsolidierte sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3203–1,3212, doch die geringe Volatilität verhinderte, dass Trader mit diesem Signal gute Gewinne erzielen konnten. Das britische Pfund bewegte sich nicht einmal 10–15 Pips in die gewünschte Richtung. Somit brachte der Trade weder Gewinn noch Verlust.
So wird am Montag gehandelt:
Im Stundenchart bildet das GBP/USD-Paar erneut einen Abwärtstrend aus. Es gibt keine übergeordneten Gründe für ein mittelfristiges Wachstum des Dollar, daher rechnen wir von 2025 bis 2026 mit einer Wiederaufnahme des globalen Aufwärtstrends. Damit dies eintritt, müssen sich jedoch die globalen geopolitischen Spannungen zu lösen beginnen, da der Dollar derzeit ausschließlich aufgrund dieser Spannungen gefragt ist.
Am Montag können Anfänger neue Short-Positionen in Erwägung ziehen, sofern sich der Kurs unterhalb der Spanne 1,3203–1,3212 konsolidiert, mit einem Ziel bei 1,3096–1,3107. Eine Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,3203–1,3212 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3259–1,3267.
Im 5-Minuten-Chart sind aktuell folgende Marken für den Handel relevant: 1,3096–1,3107, 1,3203–1,3212, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3403–1,3407, 1,3437–1,3446, 1,3484–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695 und 1,3741–1,3751. Heute stehen im Vereinigten Königreich keine wichtigen Veröffentlichungen an, während in den USA der wichtige ISM Services Index erscheint, der vom Markt ebenso ignoriert werden könnte wie die Non-Farm Payrolls und die Arbeitslosenzahlen am Freitag.
Grundprinzipien des Handelssystems:
- Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zur Bildung des Signals (Abpraller oder Durchbruch eines Niveaus) erforderlich war. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.
- Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades auf Grundlage von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle folgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.
- In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar sehr viele Fehlsignale erzeugen – oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.
- Im Stundenchart ist es ratsam, Signale des MACD-Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.
- Befinden sich zwei Niveaus zu nah beieinander (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.
- Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.
Worauf auf den Charts zu achten ist:
Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Marken, die als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (sie sind stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit besonderer Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um scharfe Kursumkehrungen entgegen der vorangegangenen Bewegung zu vermeiden.
Einsteiger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines konsequenten Money-Managements ist der Schlüssel für langfristigen Erfolg im Handel.
