Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem Euro
Der Test des Kurses bei 1,1722 erfolgte, als sich der MACD-Indikator bereits deutlich über der Nulllinie befand, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaars begrenzte. Aus diesem Grund habe ich keine Euros gekauft.
Es ist wenig überraschend, dass sich die geopolitischen Spannungen erneut in den Finanzmärkten widerspiegeln. Der US‑Dollar legte gegenüber dem Euro deutlich zu. Anleger suchen in Zeiten von Unsicherheit und Konflikten typischerweise Zuflucht in der amerikanischen Währung, die sie als den verlässlicheren Vermögenswert betrachten.
Nach intensiven, aber leider erfolglosen Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran bleiben die zentralen Fragen, die die Sicherheit und Stabilität der USA bedrohen, weiterhin ungelöst. Besonders besorgniserregend ist das Schicksal der Straße von Hormus – einer strategisch äußerst wichtigen Schifffahrtsroute, über die ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Öls transportiert wird. Teheran hat sich geweigert, sie freizugeben. Gleichzeitig bleiben die Fortschritte bei der Lösung der iranischen Atomfrage recht begrenzt. Die Unfähigkeit der Parteien, eine Einigung in der Frage der Urananreicherung zu erzielen, schürt Befürchtungen hinsichtlich eines möglichen Strebens Teherans nach Atomwaffen. Diese Unsicherheit schafft ein Umfeld, das eine weitere Eskalation militärischer Spannungen begünstigt, was dem US‑Dollar zusätzlichen Auftrieb verleiht.
Da in der ersten Tageshälfte heute keine wichtigen Konjunkturdaten aus der Eurozone erwartet werden, ist es durchaus möglich, dass die Gemeinschaftswährung weiter unter Druck bleibt.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich eher auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien
Szenario Nr. 1: Heute kann ich Euro zu einem Kurs von etwa 1,1698 (grüne Linie im Chart) kaufen, mit einem Kursziel bei 1,1729. Am Punkt 1,1729 plane ich, den Markt zu verlassen und den Euro bei einer Korrektur sofort wieder zu verkaufen, wobei ich eine Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt erwarte. Ein Anstieg des Euro ist heute nur im Rahmen einer Korrektur zu erwarten. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und von dort aus gerade seine Aufwärtsbewegung beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu kaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests des Kurses bei 1,1683 gibt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Umkehr des Marktes nach oben. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1698 und 1,1729 ist möglich.
Verkaufsszenarien
Szenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald das Niveau von 1,1683 (rote Linie im Chart) erreicht wird. Das Ziel ist das Niveau von 1,1649, wo ich den Markt verlassen und sofort in die Gegenrichtung wieder einsteigen möchte (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar wird heute zurückkehren, sobald sich die Beziehungen zwischen den USA und Iran verschlechtern. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und von dort aus gerade seine Abwärtsbewegung beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests von 1,1698 gibt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Umkehr des Marktes nach unten. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1683 und 1,1649 ist zu erwarten.

Was ist auf dem Chart zu sehen:
- Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;
- Dicke grüne Linie – der erwartete Kurs, auf dessen Niveau der Take-Profit platziert oder Gewinne gesichert werden können, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;
- Dicke rote Linie – der erwartete Kurs, auf dessen Niveau der Take-Profit platziert oder Gewinne gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;
- MACD-Indikator. Es ist wichtig, sich beim Markteinstieg an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt müssen bei der Entscheidung über Einstiege äußerst vorsichtig sein. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte nicht im Markt zu sein, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Konto sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreichen Handel ist ein klarer Handelsplan unerlässlich, wie der oben dargestellte. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler von vornherein eine Verluststrategie.
