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FX.co ★ EUR/USD – 21. August: Der Dollar bleibt unter bärischem Druck

EUR/USD – 21. August: Der Dollar bleibt unter bärischem Druck

Am Donnerstag stieg EUR/USD bis zum 127,2%-Retracement-Niveau bei 1,1700 und prallte von dort ab. Ein zweiter Abpraller von diesem Niveau könnte am heutigen Morgen erfolgen. Damit könnte heute ein Rückgang in Richtung des 100,0%-Retracement-Niveaus bei 1,1620 einsetzen. Eine Konsolidierung über 1,1700 würde es den Tradern ermöglichen, mit weiteren Kursgewinnen in Richtung der Widerstandszone bei 1,1786–1,1802 zu rechnen.

EUR/USD – 21. August: Der Dollar bleibt unter bärischem Druck

Die Wellenstruktur im Stundenchart bleibt bullisch. Die letzte abgeschlossene Abwärtswelle hat das vorherige Tief nicht durchbrochen, während die neue Aufwärtswelle das vorherige Hoch überschritten hat. Die geopolitische Lage bleibt durchweg negativ: Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten finden nicht statt, und die Blockade der Straße von Hormus bleibt bestehen. Allerdings ist der Kurs des FOMC derzeit für den Dollar wichtiger – und dieser bleibt stark widersprüchlich.

Am Donnerstag gab es praktisch keinen fundamentalen Nachrichtenhintergrund, doch es mangelte den Tradern nicht an Faktoren für den Handel. Der Markt hat sich noch nicht vollständig von der „Informationsbombe“ am Mittwoch erholt, als das U.S. Treasury eine Ausweitung der Käufe seiner eigenen Anleihen bekanntgab – etwas, das in gewisser Weise den QE-Programmen ähnelt, die die Fed üblicherweise auflegt, wenn das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden soll. Jede Medaille hat zwei Seiten. Die US-Wirtschaft könnte schneller wachsen, während die Belastung des Haushalts sinken könnte. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in den Vereinigten Staaten dürfte sich jedoch kaum grundsätzlich verändern. Strukturelle Probleme treten zutage, und ihre Lösung wird Jahre in Anspruch nehmen. Und das auch nur, wenn die Regierung die von ihr selbst verursachten Probleme tatsächlich angeht. Donald Trump konzentriert sich derzeit jedoch stärker auf die Konfrontation mit Iran und versucht, Unterstützung anderer Länder zu gewinnen. Der US-Präsident will die internationale Gemeinschaft gegen Iran einen, indem er Sanktionen gegen jedes Land verhängt, das Teheran in seinem Konflikt mit den Vereinigten Staaten unterstützt. Jede Art von Handlung kann als Unterstützung gewertet werden: der Kauf von iranischem Öl, die Erbringung von Dienstleistungen für iranische Unternehmen und so weiter.

EUR/USD – 21. August: Der Dollar bleibt unter bärischem Druck

Im 4-Stunden-Chart setzt das Paar seine Aufwärtsbewegung fort und hat sich oberhalb des 61,8%-Retracement-Levels bei 1,1649 gefestigt. Damit könnte der Anstieg des Euro in Richtung des nächsten Fibonacci-Levels bei 76,4% bei 1,1726 weitergehen. Der aufwärts gerichtete Trendkanal signalisiert einen voll ausgeprägten bullischen Impuls. Von nun an ist mit einer Stärkung der US-Währung erst zu rechnen, wenn der Kurs unterhalb des Kanals schließt. Aktuell sind keine neuen Divergenzen zu erkennen, jedoch ist der RSI-Indikator in den überkauften Bereich (über 80) eingetreten.

Commitments of Traders (COT) Report:

EUR/USD – 21. August: Der Dollar bleibt unter bärischem Druck

In der letzten Berichtswoche schlossen die professionellen Händler 4.661 Long-Positionen und 2.742 Short-Positionen. In den sieben Wochen im Februar und März verschwand der überwältigende Vorteil der Bullen aufgrund des Krieges im Iran, während sich die Situation in den vergangenen zwanzig Wochen vor dem Hintergrund der angenommenen Waffenruhe und der Markthoffnungen auf ein Kriegsende wieder ausgeglichen hat. Die Gesamtzahl der von Spekulanten gehaltenen Long-Positionen liegt derzeit bei 197.000, während die Zahl der Short-Positionen bei 257.000 liegt. Die Bären übernehmen erneut die Führung.

Insgesamt zeigen die großen Marktteilnehmer langfristig weiterhin größeres Interesse am Euro. Natürlich wirken sich die verschiedensten Ereignisse rund um den Globus, die in den vergangenen Jahren zahlreich waren, auf die Stimmung der Investoren aus. Der Markt beobachtet insbesondere derzeit sehr genau die Lage im Nahen Osten, wo der Krieg endet und dann wieder aufflammt. Zunächst ignorierte der Markt die Waffenruhe und anschließend auch die Wiederaufnahme der Kämpfe. Damit bestimmt die Geopolitik nicht mehr allein das Schicksal des Dollars.

Wirtschaftskalender für die USA und die Europäische Union:

  • Deutschland – Services PMI (07:30 UTC).
  • Deutschland – Manufacturing PMI (07:30 UTC).
  • Europäische Union – Services PMI (08:00 UTC).
  • Europäische Union – Manufacturing PMI (08:00 UTC).
  • USA – Services PMI (13:45 UTC).
  • USA – Manufacturing PMI (13:45 UTC).

Der Wirtschaftskalender für den 21. August enthält sechs Veröffentlichungen, von denen ich keine als besonders wichtig einstufen würde, insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse. Der Einfluss des wirtschaftlichen Umfelds auf die Marktstimmung wird am Freitag begrenzt bleiben.

EUR/USD Prognose und Trading-Tipps:

Ein Kauf des Währungspaares war nach einer Konsolidierung oberhalb von 1,1620 im Stundenchart mit einem Ziel bei 1,1700 möglich. Ein Schlusskurs über 1,1700 würde es den Tradern erlauben, Positionen mit einem Ziel bei 1,1786 offen zu halten. Ein Verkauf des Paares ist heute möglich, wenn es im Stundenchart von 1,1700 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,1620.

Die Fibonacci-Gitter sind im Stundenchart von 1,1620–1,1325 und im 4-Stunden-Chart von 1,1849–1,1325 gezogen.

*Die zur Verfügung gestellte Marktanalyse dient zu den Informationszwecken und sollte als Anforderung zur Eröffnung einer Transaktion nicht ausgelegt werden
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